Quartiershelden

In unserer Reihe „Quartiersheldinnen und Quartiershelden“ stellen wir regelmäßig Menschen und Einrichtungen im Quartier vor, die einen wichtigen Beitrag zu unserem Viertel leisten. Für den achten Teil der Serie habe ich mich mit Quartiersratsmitglied Dorde Nikolic zum Online-Interview verabredet.

Dorde lebt seit knapp zwei Jahren im Quartier. Da er aus dem Märkischen Viertel kommt, war der Weg nicht weit. „Wir haben die Wohnung in der Titiseestraße auf Anhieb gefunden und waren direkt angetan. Unsere Freunde wohnen in der Gegend und die Ecke passt einfach“, erklärt er mir. Außerdem hat ihn das vielfältige Angebot überzeugt – das Quartier ist sowohl ruhig und nah zur Natur, als auch an die Stadt angebunden. Und auch die gute Parkplatzsituation hat Dorde überzeugt, denn „man hat hier einfach alles“.

„Ich möchte helfen, den Lebensraum schöner zu gestalten“

Foto: Maryann Gerach

Dorde fühlt sich im Quartier sehr wohl und dem Rollbergekiez verbunden. Deshalb war es ihm wichtig, sich so schnell wie möglich im Quartiersrat zu engagieren. Dazu kam sein Praktikum im Büro unseres Quartiersmanagements, dass ihn den Menschen im Quartier noch einmal näher gebracht und seine Entscheidung zur Beteiligung weiter unterstützt hat. „Ich möchte einfach helfen, den Lebensraum schöner zu gestalten. Wir leben hier gemeinsam und mir ist es wichtig, dass wir uns alle wohlfühlen. Außerdem kann ich auch eine gute Brücke zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem Westbalkan und den anderen Bewonherinnen und Bewohnern sein“, führt er aus.

Entwicklungspotenzial sieht Dorde im Angebot für junge Menschen: „Im Bildungsangebot und der Freizeitgestaltung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Quartier ist noch viel Arbeit nötig“, erklärt Dorde und möchte hier anpacken und etwas verändern.

Durch seine Beteiligung ist Dorde, wie unsere weiteren Quartiersratsmitglieder, ein wichtiger Teil des Engagements im Quartier und sorgt gemeinsame mit den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern für ein besseres Zusammenleben und ein schöneres Umfeld im Quartier.


In unserer Reihe „Quartiersheldinnen und Quartiershelden“ stellen wir regelmäßig Menschen und Einrichtungen im Quartier vor, die einen wichtigen Beitrag zu unserem Viertel leisten. Für den siebten Teil der Serie habe ich mich mit Julia Rabensdorf, Quartierskoordinatorin bei der Gewobag, zum E-Mail-Interview verabredet.

Julia Rabensdorf hat als Quartierskoordinatorin verschiedene Aufgaben. Sie steht den Mieterbeiräten bei der Organisation von Quartiersaktivitäten und der Planung von sozialen und nachbarschaftsfördernden Projekten zur Seite, ist für die Koordination des Engagements der Gewobag im Quartier gemeinsam mit anderen Akteurinnen und Akteuren vor Ort zuständig und vertritt die Gewobag im Quartiersrat. Das Team, in dem Julia Rabensdorf arbeitet, kümmert sich um die Bewirtschaftung der Gewobag-Bestände in Reinickendorf und Haselhorst. „Ich finde den Gedanken toll, mit meiner Arbeit einen Teil meiner Heimat nachhaltig verbessern zu können – mit dem Ziel, dass sich alle hier so zu Hause fühlen wie ich“, so Frau Rabensdorf. 

Julia Rabensdorf 
Foto: Mary-Ann Refela

Ziel der Arbeit als Quartierskoordinatorin ist es, die Menschen im Quartier zusammenzubringen und zu einer respektvollen und interessierten Nachbarschaft zu entwickeln. „In Großsiedlungen besteht immer das Risiko von Anonymität und mangelnder Identifikation mit der eigenen Nachbarschaft“, erklärt sie mir. „Dazu braucht es Angebote und Begegnungen. Es gibt so viele gute Ideen für beides, die jedoch noch mehr Platz benötigen. Leider fehlt es derzeit in der Rollbergesiedlung an Räumlichkeiten und Flächen in entsprechenden Größen. Dennoch bietet das Quartier alle Möglichkeiten,diese Ziele auch umzusetzen, denn „in der Rollbergesiedlung sind viele großartige und engagierte Menschen unterwegs, die mitgestalten und etwas bewegen möchten“. 

Um die Pläne umzusetzen, möchte die Gewobag derzeit ungenutzte Freiflächen herrichten und sie dem Quartiersmanagement für Angebote und Aktionen sowie als Begegnungsfläche für Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung stellen. Außerdem unterstützt die Wohnungsbaugesellschaft das zukünftige Stadtteilzentrum und plant die Um- und Neugestaltung der kahlen Wände im Quartier gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen der Nachbarschaft. Darüber hinaus kümmert sich Frau Rabensdorf als Mitglied des Organisationsteams schon voller Vorfreude um das diesjährige Kiezfest. „Ich wünsche mir, dass die Rollbergesiedlung ein Zuhause ist, in dem die Bewohnerinnen und Bewohner gerne leben. Wo man sich untereinander kennt und unterstützt und wo es nie langweilig wird, weil immer etwas Bereicherndes geschieht.“ 

Mit ihrer Arbeit sorgen Frau Rabensdorf und das Team dafür, diese Ziele Stück für Stück umzusetzen und unser Quartier zu einer engeren Gemeinschaft zu entwickeln.


In unserer Reihe „Quartiersheldinnen und Quartiershelden“ stellen wir regelmäßig Menschen und Einrichtungen im Quartier vor, die einen wichtigen Beitrag zu unserem Viertel leisten. Für den sechsten Teil der Serie habe ich mich mit Stefanie Wind, Fachbereichsleiterin für Stiftungsprojektebei der Stiftung Unionhilfswerk Berlin und aktuell Ansprechpartnerin für das Stadtteilbüro Rollberge, zum Online-Gespräch getroffen.

Das Stadtteilbüro Rollberge gibt es seit mittlerweile zwei Jahrenin unserem Quartier. „Wir haben damals von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales den Auftrag übernommen, in der Rollbergesiedlung ein Stadtteilzentrum aufzubauen. Zu Beginn hatten wir nur mobile Angebote, mittlerweile haben wir unser Büro“, erklärt mir Frau Wind. 

Das Angebot des Stadtteilbüros richtet sich an alle Bewohnerinnen und Bewohner unseres Quartiers und umfasst aktuell psychosoziale Beratung und unabhängige juristische Mieterberatung durch einen Anwalt. Für Interessierte starten aktuell eine Malgruppe und eine Handarbeitsgruppe. Auch der Mieterbeirat ist regelmäßig in den Räumen des Stadtteilbüros zu Gast.

Ehrenamtliche Regina Thiele sortiert die Materialien für das neue Gruppenangebot „Handarbeit“
Foto: Stefanie Wind

Allerdings ist das Stadtteilbüro nur eine Übergangslösung und der erste Schritt in Richtung Stadtteilzentrum, unterstreicht Frau Wind. Ziel dieses Zentrums ist es, einen bunt und liebevoll gestalteten Ort für alle Bewohnerinnen und Bewohner zu bieten, in dem sie sich treffen, engagieren und austauschen können. Außerdem soll es ein Nachbarschaftscafé, eine Beratungsstelle für soziale Fragen und Probleme, Sozialarbeiter, interkulturelle Angebote und Bewegungsräume geben. „Letztendlich geht es uns darum, einen Mittelpunkt für alle Menschen zu schaffen, die sich im Quartier engagieren möchten“, so Frau Wind.

Die Suche nach einem passenden Ort gestaltet sich jedoch als schwierig: „Wir sind permanent auf Immobiliensuche und in ständigem Kontakt mit der Senatsverwaltung, aber so langsam kommt Bewegung in unser Vorhaben.“

Bis die richtige Immobilie gefunden ist, kämpft das Stadtteilbüro noch mit Platzmangel, sucht und findet aber immer wieder kreative Lösungen. „Ich habe große Lust und freue mich auf die Aufgaben, die Voraussetzungen sind super“, versichert mir Frau Wind und blickt optimistisch in die Zukunft. 

Aber auch schon jetzt steht das Stadtteilbüro mit seinen Angeboten allen Bewohnerinnen und Bewohnern unseres Quartiers zur Seite und leistet so wichtige Arbeit und einen großen Beitrag zum gemeinsamen Zusammenleben in unserem Viertel.

Wenn Sie das Angebot des Stadtteilbüros in Anspruch nehmen möchten, melden Sie sich gerne per E-Mail an info@stadtteilbuero-rollberge.de oder telefonisch unter 030-81827330 (AB).


In unserer Reihe „Quartiersheldinnen und Quartiershelden“ stellen wir regelmäßig Menschen und Einrichtungen im Quartier vor, die einen wichtigen Beitrag zu unserem Viertel leisten. Für den fünften Teil der Serie habe ich mich mit Maria Späth getroffen, Leiterin der CaritasSeniorenwohnanlage St. Hildegard.

Vor 12 Jahren wurde die Seniorenwohnanlage St. Hildegard der Caritas-Altenhilfe gGmbh eröffnet. „Ich habe damals mit einem Stift, einem Block und einem Schreibtisch angefangen“, erklärt mir Frau Späth in ihrem Büro in der Tegernauer Zeile 8

Die Anlage besteht aus drei Wohnhäusern für Seniorinnen und Senioren und bietet Wohnraum mit Service für alle Menschen ab dem Zeitpunkt ihrer Berentung. „Wir sind für die Menschen da, stehen ihnen zur Seite und helfen ihnen bei allen möglichen Problemen“. Ob es nun die spontane Notfallbegleitung, die Vermittlung von Hilfsangeboten, die Unterstützung bei der Ärztesuche oder vieles weitere mehr ist, das Team der Caritas-Seniorenwohnanlage unterstützt ganzheitlich.

Maria Späth in ihrem Büro in der Tegernauer Zeile 8
Foto: Selim Tóth 

Darüber hinaus bietet die Wohnanlage regelmäßig Angebotefür die Bewohnerinnen und Bewohner, wie gemeinsame Kaffeerunden und Frühstücke, besondere Veranstaltungen zu Festtagen oder auch gemeinsame Ausflüge. Aber auchGymnastik, Koordinationstraining, Mobilisierung im Alter, Spiel und Spaß beim Bingo, eine Kreativgruppe und vieles mehr steht im Mittelpunkt. Auch ein eigener Hausmeister ist vor Ort, der sich um die technischen Belange kümmert.

Frau Späth und ihr Team schauen regelmäßig nach den hier lebenden Menschen und nehmen sich Zeit für sie. Das war gerade in Zeit der Pandemie sehr wichtig. „Das besondere an der Arbeit ist für mich die Freude der Bewohnerinnen und Bewohner zu sehen, denn das Wichtigste ist, dass sich hier alle wohlfühlen“, so Frau Späth. 

Der Eingang der Caritas-Seniorenwohnanlage St. Hildegard 
Foto: Selim Tóth 

Den Menschen mehr zu geben und ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, ist für Frau Späth und den Mitarbeitern sehr wichtig. Auch für die Menschen, die kein Service-Wohnen in Anspruch nehmen. „Ob eine Person nun Service-Wohnen gebucht hat oder nicht – die Person ist Mensch und wir wollen, dass es ihr gut geht“, unterstreicht Frau Späth.

Mit ihrer Arbeit sind Frau Späth und das Team zugleich Seelsorger, Berater, Unterstützer und vieles mehr und leistet einen wichtigen Beitrag zum gemeinsamen Zusammenleben aller Generationen im Viertel.


In unserer Reihe „Quartiersheldinnen und Quartiershelden“ stellen wir regelmäßig Menschen und Einrichtungen im Quartier vor, die einen wichtigen Beitrag zu unserem Viertel leisten. Für den vierten Teil der Serie habe ich mich mit Yannick Kiesel vom sozial-ökologisch und gesellschaftspolitisch aktiven Verband „NaturFreunde Deutschland“ zum digitalen Gespräch getroffen.

Die NaturFreunde Deutschland engagieren sich mit über 66.000 Mitgliedern in 550 Ortsgruppen ehrenamtlich für die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. In diesem Rahmen sind die NaturFreunde unter Leitung von Yannick Kiesel ab dem nächsten Jahr auch mit dem Projekt „Wohin damit“ in unserem Quartier aktiv. 

„Die NaturFreunde machen in ganz Berlin Aktionen, von Sport bis Anti-Rassismusarbeit und natürlich Klima- und Umweltschutz. Wir sind immer auf der Suche nach Ausschreibungen und sind so auf das Projekt des Bezirksamts und des Quartiersmanagements Titiseestraße gestoßen – und die Idee hat perfekt zu uns gepasst„, erklärt mir Yannick Kiesel. 

„Wohin damit“ zielt auf eine wichtige Herausforderung in unserem Quartier ab – die Mülltrennung und Müllentsorgung. Die „NaturFreunde“ möchten u.a. die Situation im öffentlichen Raum mit den Bewohnerinnen und Bewohnern unseres Quartiers diskutieren, Aufräumaktionen organisieren und Informationen und Workshops rund um die Themen Mülltrennung und Müllvermeidung im Quartier durchführen. 

In diesem Zusammenhang werden die „NaturFreunde“ als erstes ihr aktuelles Angebot auf unser Quartier ausweiten und Aktionen wie Stadtspaziergänge, Lehrgänge, Kurse oder Werkstättenanbieten. Diese Aktionen sollen dann in enger Zusammenarbeit mit den Menschen und den Einrichtungen in unserem Viertel mit dem Thema Müll verbunden werden. Auch bei bereits bestehenden Projekten zum Thema möchten die NaturFreunde unterstützen und richten sich mit ihrem Angebot an Kinder, Jugendliche, Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren.

„Ich unterstütze gerne in der Stadtentwicklung und sehe viel Potenzial in der Titiseestraße. Wir möchten mit unserem Projekt gerne dazu beitragen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner sich dort auch wohlfühlen und nicht nur morgens aus dem Haus gehen und abends nach Hause kommen, sondern auch gerne Zeit im Quartier verbringen„, führt Herr Kiesel aus. 

Das Projekt „Wohin damit“ ist vorerst bis August 2023 geplant und soll im Frühjahr nächsten Jahres mit den ersten Kiezspaziergängen mit Bewohnerinnen und Bewohnern und weiteren regelmäßigen Aktionen, wie Angebote zum Thema Upcycling für Schülerinnen und Schüler, Gespräche mit Expertinnen und Experten oder auch einem Infomobil starten. Ziel ist es, eine Kontaktstelle für alle im Quartier zu bilden, das Projekt stetig weiterzuentwickeln und langfristig an die Bewohnerinnen und Bewohner und Einrichtungen des Quartiers abzugeben.

„Etwas von null aufzubauen, mit engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern und Einrichtungen zu kooperieren und allgemein gemeinsam mit anderen Menschen etwas hilfreiches zu schaffen und Energien zu bündeln, macht mir besonders Freude“, sagt Herr Kiesel. 

Das Thema Müll ist schon seit langem ein großes Problemund ein wichtiges Anliegen in unserem Quartier. Mit dem geplanten Projekt können wir dieses Problem nun gemeinsam mit „NaturFreunde Deutschland“ und Ihnen anpacken, um zusammen unser Wohnumfeld zu verschönern. Als Quartiersmanagement Titiseestraße sind wir sind sehr gespannt auf die kommenden Aktionen und freuen uns auf die Zusammenarbeit im nächsten Jahr.


In unserer Reihe „Quartiersheldinnen und Quartiershelden“ stellen wir regelmäßig Menschen und Einrichtungen im Quartier vor, die einen wichtigen Beitrag zu unserem Viertel leisten. Für den dritten Teil der Serie habe ich mich mit Sahar El Nator vom Verein „Arabisches Berliner Tor“ getroffen.

Das Arabische Berliner Tor gibt es mittlerweile seit gut zwei Jahren im Quartier und entstand in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Titiseestraße. „Wir arbeiten mit allen Migranten, nicht nur aus arabischen Ländern, und deutschen Fördervereinen zusammen“, erklärt mir Frau El Nator im Büro des Vereins in der Titiseestraße 3.

Die Hauptaufgabe des Vereins ist es, Brücken zwischen Menschen aus anderen Kulturbereichen und deutschen Bildungseinrichtungen zu bauen. Gibt es Missverständnisse oder Probleme zwischen den Einrichtungen wie Kitas oder Schulen und den nach Deutschland gekommenen Menschen, ist Frau El Nator zur Stelle. Sie erklärt beiden Seiten die jeweils andere Perspektive und fungiert so als Mittlerin zwischen den Kulturen.

Sahar El Nator im Büro in der Titiseestraße 3 
Foto: Selim Tóth

„Ich habe eine ähnliche Arbeit an einer Schule im Wedding und später im Märkischen Viertel gemacht und auch in unserer eigenen Schule des Arabischen Berliner Tors gab es immer wieder nachfragen, ob wir nicht bei Problemen mit Schulen vermitteln können. So entstand unser Projekt“, führt Frau El Nator aus.

Das Arabische Berliner Tor bietet aktuell in verschiedenen Einrichtungen in Reinickendorf und Waidmanslust jeweilseine bis zwei Beratungsstunden pro Woche an, möchte sein Angebot in Zukunft aber noch erweitern.

„Am meisten Spaß macht es mir, Lösungen gemeinsam mit allen Beteiligten zu finden und zu sehen wie beide Seiten Vorurteile abbauen und sich gegenseitig besser verstehen“, so Frau El Nator.

Der Verein kann sich vor Anfragen kaum retten, denn oft fehlt auf Seiten der Lehrerinnen und Lehrer das Verständnis für Menschen aus anderen Kulturkreisen. „Dort müsste mehr gemacht werden. Vielleicht schon im Lehramtsstudium. Das würde mir in meiner Arbeit und auch den Schulen selbst helfen,“ erklärt Frau El Nator die Herausforderungen ihrer Arbeit. 

In Zukunft möchte das Arabische Berliner Tor gerne ein eigenes permanentes Büro eröffnen und die Arbeit berlinweit durchführen. „In Zukunft möchten wir gerne jeweils wöchentlich in Reinickendorf, Charlottenburg, Wedding oder auch Neukölln unsere Hilfe anbieten. Die Nachfrage ist sehr groß und es gibt viel zu tun“, sagt Frau El Nator. 

Mit seiner Arbeit ist das Arabische Berliner Tor eine wichtige Anlaufstelle im Quartier, um zwischen verschiedenen Kulturen zu vermitteln, Brücken zu bauen und zu einem harmonischen Zusammenleben beizutragen. So ist die Arbeit der Quartiersheldinnen und Quartiershelden des Arabischen Berliner Tors unverzichtbar für unser Quartier.


In unserer Reihe „Quartiersheldinnen und Quartiershelden“ stellen wir regelmäßig Menschen und Einrichtungen im Quartier vor, die einen wichtigen Beitrag zu unserem Viertel leisten. Für diesen Teil der Serie habe ich mich mit Elke Duda, Vorstandsvorsitzende des TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V.

Bewegung im Kiez. Im Rahmen der Förderungen des Projektfonds unseres Quartiersmanagements startet der TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V. die Aktion „Fit im Quartier“. Der Verein bringt in Zusammenarbeit mit dem Quartiersrat und dem Quartiersmanagement verschiedene Sportangebote für unsere Bewohnerinnen und Bewohner ins Viertel.

„Das Quartier Titiseestraße ist einfach super greifbar. Durch seine genauen Grenzen haben wir ein klares Spielfeld, in dem wir agieren können“, erklärt Elke Duda, Vorstandsvorsitzende des TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V. im Gespräch. Einen weiteren Vorteil sieht sie in der Unberührtheit des Viertels, in dem, was Sportangebote betrifft, einfach „noch nicht so viel läuft.“ Genau das möchten Frau Duda und der TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V. ändern.

Elke Duda, Vorstandsvorsitzende des TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V.

Der Startschuss für „Fit im Quartier“ fällt am 18.09.2021 und beginnt mit einem Inlineskating-Angebot und einem Gewaltpräventionskurs für Kinder- und Jugendliche. Beide Kurse beginnen um 14.30 Uhr am Streethouse in der Schluchseestraße 46. Die Ausrüstung ist vorhanden und beide Angebote sind kostenlos. Im Herbst sollen dann weitere Angebote und eine Feier zum Beginn des Projekts folgen.

Außerdem soll es neben den verschiedenen Angeboten für Kinder und Jugendliche auch bald Angebote für Seniorinnen und Senioren im Quartier geben.

Das gesamte Projekt soll also auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner zugeschnitten werden. So haben in Zukunft alle im Kiez die Möglichkeit, ihre Wünsche zu äußern. Und auch Erwachsene werden an eigenen Angeboten teilnehmen dürfen.

„Die Bedarfsanalyse nimmt bei uns einen großen Raum ein. Wir möchten das treffen, was die Leute wollen und einfach Bewegung ins Viertel bringen“, erklärt Frau Duda.

Als Quartiersmanagement Titiseestraße freuen wir uns auf das neue Projekt und wünschen allen Beteiligten viel Erfolg bei der Umsetzung.


In unserer Reihe „Quartiersheldinnen und Quartiershelden“ stellen wir regelmäßig Menschen und Einrichtungen im Quartier vor, die einen wichtigen Beitrag zu unserem Viertel leisten. Im zweiten Teil der Serie geht es heute um das Streethouse.

An einem verregneten Montag im Spätsommer empfängt mich Sami Kovacevic, Leiter des Streethouse, vor der Einrichtung in der Schluchseestraße 46. „Uns gibt’s seit 1995“, erklärt mir Sami nach einer Führung durch den Jugendtreff. „Wir haben hier verschiedene Angebote in der offenen Arbeit, z.B. eine Fahrradwerkstatt, Kochen, einen Boxkurs und auch einenSelbsverteidigungskurs für Mädchen. Wir bieten aber auch schulische Unterstützung an. Davon abgesehen veranstalten wir Turniere, machen Ausflüge und vieles mehr.“

Fotos mit freundlicher Genehmigung des Streethouse

Von den rund 740 Jugendlichen der Rollbergesiedlung im Alter von 15 bis 25 Jahren kommen ungefähr 120 regelmäßig ins Streethouse. Hier treffen sie auf Sami und seinen Kollegen Oktay Kurtulmaz sowie mehrere frei mitarbeitende Kolleginnen und Kollegen. Das Angebot des Teams in der offenen Jugendarbeit, die auf Selbstbestimmung, Freiwilligkeit und Beteiligung basiert, ist betont niedrigschwellig. Das bedeutet, die Jugendlichen können direkt und ohne Voranmeldung in die Einrichtung kommen. „Unsere Jugendlichen kommen hauptsächlich zum Spielen, Essen und Quatschen“, erklärt mir Sami. Außerdem findet jeden Samstagnachmittag der Mädchentreff im Streethouse statt, an dem die Einrichtung nur für Mädchen geöffnet wird. 

„Uns ist es immer wichtig, die Jugendlichen mit ins Boot zu holen. Wir fragen regelmäßig, was sie sich wünschen und schauen, welche Vorstellungen wir umsetzten können.“ Manches klappt dann und manches nicht. Neben Billard-, Tischtennis- und FIFA-Turnieren sind auch Ausflüge und Übernachtungen im Streethouse immer ein Highlight. 

Sami blickt mittlerweile auf über 35 Jahre Erfahrung in der Jugendarbeit zurück. „Das Schöne an der Arbeit ist der Kontakt zu den Jugendlichen. Dass man mit ihnen ein Vertrauensverhältnisaufbauen kann und einfach ein offenes Ohr für die Jugendlichenhat. Oft besteht der Kontakt auch noch mit Jugendlichen, die heute schon erwachsen sind und selbst Familie haben.“

Das Streethouse ist für die Jugendlichen der Rollbergesiedlung also nicht nur ein Ort, um dort ihre Freizeit zu verbringen, sondern auch, um Dinge zu besprechen, die sie mit ihren Erziehungsberechtigten nicht besprechen möchten oder können. So bildet das Streethouse als Anlaufstelle für die Jugendlichen der Siedlung einen sehr wichtigen Teil unseres Viertels und ist mit seinen Quartiersheldinnen und Quartiershelden unverzichtbar.


In unserer Reihe „Quartiersheldinnen und Quartiershelden“ stellen wir regelmäßig Menschen und Einrichtungen im Quartier vor, die einen wichtigen Beitrag zu unserem Viertel leisten. Im ersten Teil der Serie geht es heute um den Lokalen Bildungsverbund im Märkischen Viertel und der Rollbergesiedlung.

Als ich am Lokalen Bildungsverbund Märkisches Viertel und Rollbergesiedlung am Wilhelmsruher Damm 161 ankomme, begrüßt mich Leiterin Kristin Bohner im hellen und freundlichen Eingangsbereich des Bildungsverbunds. „Der Bildungsverbund schwebt eher über den Dingen – Organisieren, Koordinieren, Netzwerkarbeit machen, die Bildungsakteure und -akteurinnen miteinander verbinden, gehört zu unseren Hauptaufgaben“, erklärt sie mir während unseres Gesprächs. Außerdem entwickelt und begleitet sie die Projekte der verschiedenen Bildungsträger als zusätzliche Ressource. „Ich versuche alles im Überblick zu behalten, vor allem organisatorisch“, fasst Frau Bohner ihre Arbeit zusammen. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen unterstützt der Bildungsverbund die unterschiedlichsten Projekte und holt auch Bildungsakteurinnen und -akteure aus anderen Bundesländern in die Gegend. „Vor allem für solche Aktionen ist es wichtig, dass jemand vor Ort die Strukturen kennt und das Netzwerk hat. Dafür sind wir da.“

Kristin Bohner, Leiterin des Lokalen Bildungsverbunds Märkisches Viertel und Rollbergesiedlung

Teil des Bildungsverbunds sind alle Bildungsakteurinnen und -akteure des Märkischen Viertels und der Rollbergesiedlung, die sich in regelmäßig stattfindenden Netzwerkrundenmiteinander vernetzen können. So möchte etwa die Netzwerkrunde „Übergang Kita-Grundschule stärken“ ein gemeinsames Bildungsverständnis von Kindertagesstätten und Grundschulen erarbeiten. „Das schaffen wir zum Beispiel durch die gleichen Rituale in Kita und Grundschule, wie einen Morgenkreis mit dem gleichen Lied“, erklärt mir Frau Bohner.

Auch für die Rollbergesiedlung ist einiges geplant. So soll zusammen mit der Grundschule in den Rollbergen ein Elterncaféund gemeinsam mit dem Quartiersmanagement Titiseestraße ein Theaterprojekt im Quartier entstehen. Außerdem unterstützt der Bildungsverbund gemeinsam mit der Aktionsfondsjury unseres Quartiersmanagements das Streitschlichtungsprogramm der Grundschule an den Rollbergen, für das ein eigener Büro-Container auf dem Schulhof geplant ist. „Das Schöne ist zu merken, dass man etwas verändert. Sowohl im Großen, als auch im Kleinen“, sagt Frau Bohner, als wir uns verabschieden. Und das schaffen die Quartiersheldinnen und Quartiershelden des Lokalen Bildungsverbunds Märkisches Viertel und Rollbergesiedlung mit ihrem Netzwerk.