4. Treffen der Aktionsfondsjury

Am Dienstag, den 13.09.2022, traf sich unsere Aktionsfondsjury zum dritten Mal in diesem Jahr. Dieses Mal gab die Aktionsfondsjury, bestehend aus Bewohnerinnen und Bewohnern unseres Quartiers, den abgegebenen Anträgen wieder grünes Licht. Mit 600,00€ wird die Aktion „Laternenfest“ des Stadtteilbüros Rollberge gefördert, das gemeinsam mit dem FACE Familienzentrum und der Kita Waldshuter Zeile ein Laternenfest für die Familien der Siedlung anbieten möchte.

Außerdem wird die Aktion „Zeit für Begegnungen“ mit 450,00€ unterstützt. Die Aktion der Outlaw gGmbH und der Kita Waldshuter Zeile organisiert anlässlich des 50. Geburtstags der Kindertagesstätte ein Fest für die Kinder, Familien und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Sie haben Interesse bei der Aktionsfondsjury dabei zu sein oder möchten sich mit Ihrer Aktion im Quartier engagieren? Dann melden Sie sich gerne per E-mail an decker@qm-titiseestrasse.de oder telefonisch unter 0176.69640625 bei Eva Decker.

Neubau im Quartier

Spatenstich für den Bau eines Familienzentrums und einer Kita sowie 125 Wohnungen in der Rollbergesiedlung

Foto:  Kirchenkreis Reinickendorf / Hanna Halfon

Berlin, 13. September 2022. In der Titiseestraße in der Reinickendorfer Rollbergesiedlung wurde am 13.09.2022 feierlich der Spatenstich zu einem Kooperationsprojekt vom Kirchenkreis Reinickendorf und der GESOBAU AG begangen. Hier soll der neue „FACE CAMPUS“ entstehen mit einem Familienzentrum und einer neuen Kindertagesstätte mit 80 Plätzen im Erdgeschoss sowie 125 Wohnungen in den darüberliegenden Stockwerken. Das Bauprojekt wird durch den Bezirk Reinickendorf unterstützt und kann nun mit Fördermitteln aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen errichtet werden. 

Der Baubeginn erfolgt im Oktober 2022. Die Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme ist im Frühjahr 2026 geplant. Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz, Dr. Christian Stäblein, Staatssekretärin für Mieterschutz und Quartiersentwicklung Ülker Radziwill, Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen und Christian Wilkens, Vorstand der GESOBAU AG, richteten Grußworte an die Teilnehmer*innen.

Über viele Jahre wurde das Neubauprojekt in der Titiseestraße 7, welches im Herzen des 2021 gestarteten Quartiersmanagements Titiseestraße liegt, geplant. Um das Zukunftsprojekt von sozialer Arbeit und Wohnen zu realisieren war im Vorfeld eine aufwändige Schadstoffsanierung sowie der Abriss einer Bestandsimmobilie notwendig. In Zusammenarbeit mit der GESOBAU AG wurde ein gemeinsames Projekt entwickelt: Im neuen Familienzentrum im Erdgeschoss sollen verschiedene „Frühe Hilfen“ – niederschwellige Angebote für Eltern ab der Schwangerschaft und Familien mit Kindern bis drei Jahre – angeboten werden. Für Kinder im Grundschulalter gibt es den „Kinder Club“ mit offener Arbeit, Hausaufgabenhilfe, Bewegungsspielen, Empowerment für Mädchen u.a. Zudem wird eine KiTa mit 80 Plätzen neu geschaffen, die den Fokus auf Sprach- und Bewegungsförderung legt. Auf den sechs darüberliegenden Etagen werden 125 neue Wohnungen, welche die GESOBAU AG nach Baufertigstellung übernehmen wird, errichtet. 50 Prozent der Wohnungen werden als geförderter Wohnraum ab 6,50 €/m² realisiert. Der Wohnungsmix soll von 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen reichen. 

Im etwa 750 Quadratmeter großen Familienzentrum entsteht auch ein großer Mehrzweckraum (90 Quadratmeter), der den Bewohner:innen des Quartiers für Versammlungen zur Verfügung steht. Neben dem FACE Familienzentrum am Standort Rollberge bieten auch die Kirchengemeinden der Region NoOMi (Felsen, Lübars, Waidmannslust und Wittenau) in den neuen Räumen Veranstaltungen an. 

Dr. Christian Stäblein, Bischof der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg: „Ich freue mich über den Spatenstich. Nach intensiven Vorbereitungen und Planungen geht es los, ich danke allen, die das Projekt auf den Weg gebracht haben. Das Familienzentrum, mit Kindertagesstätte im Erdgeschoss und125 Wohnungen, die in den Stockwerken darüber liegen, wird Leuchtturm für den Kiez sein. Es ist ein Ort für die Familien in ihren verschiedensten Konstellationen und dem, was sie brauchen: Nachbarschaft, Gemeinschaft, Füreinander. In der anonymen Stadtlandschaft brauchen Kinder einen Raum und die Geborgenheit eines sicheren Zuhauses. So sind Familienzentren wie dieses ungeheuer wichtig gerade für jene, die auf unsere Solidarität angewiesen sind. Gott halte schützend seine Hand über Groß und Klein, über den Kindern, die hier bald spielen werden.“

Ülker Radziwill, Staatssekretärin für Mieterschutz und Quartiersentwicklung hebt den Modellcharakter des Projektes mit Wohnungsneubau und ergänzender sozialer Infrastruktur hervor: „Die vorgesehenen 125 Wohnungen im künftigen Bestand der GESOBAU leisten einen kleinen, aber wichtigen Schritt, um die Neubauziele des Landes Berlin zu erreichen. Parallel entsteht im Erdgeschoss der FACE Campus. Für das Familienzentrum investieren wir als Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen 3,8 Mio. € über den Baufonds des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt, um das Quartiersmanagement-Gebiet Titiseestraße infrastrukturell zu stärken.“

Christian Wilkens, Vorstand der GESOBAU: „Die GESOBAU blickt auf über zehn Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem FACE Familienzentrum im Märkischen Viertel zurück, das vom Kirchenkreis Reinickendorf getragen wird. Mit der Unterstützung des Neubauprojektes in der Titiseestraße und der damit verbundenen weiteren Etablierung sozialer Angebote in der Rollbergesiedlung bauen wir unsere Partnerschaft weiter aus.“

Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen: „Eine Herausforderung in der Rollbergesiedlung liegt in der gezielten Förderung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen. In der Realisierung des Bauvorhabens und der damit verbundenen Schaffung dringend notwendiger zusätzlicher Räumlichkeiten und Angebote für Familien und Kinder, sehe ich einen ersten wichtigen Baustein zur Stabilisierung des Quartiers.“

Das vom evangelischen Kirchenkreis Reinickendorf getragene FACE Familienzentrum, das mit Hauptsitz am Wilhelmsruher Damm 159 ansässig ist, hatte bereits im Juli 2018 einen zweiten Standort in der Titiseestraße 3 eröffnet und bietet mit zwei Mitarbeiterinnen ein niederschwelliges Programm für die Nachbarn in den Rollbergen an. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern, denn die Kinderarmut liegt in der Siedlung seit mehr als zehn Jahren bei über 60 Prozent. Zu den Angeboten gehören etwa ein offener Treff für Mädchen, ein offener Treff für Grundschüler sowie eine Sprachlernkrabbelgruppe für Mütter und Väter mit Kindern von 0-2 Jahren und ein Sprachlernangebot für Vorschulkinder. In den Räumlichkeiten des FACE bieten auch die Bildungslots:innen Beratung für Familien an.   

Bitte melden Sie sich gerne, falls es Fragen gibt. 

Mit freundlichen Grüßen

Iris Kallin 
Kirchenkreis Reinickendorf
Öffentlichkeitsarbeit 

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen; Kirchenkreis Reinickendorf 

Fest im Quartier.

Am Freitag, den 02.09.2022, fand endlich wieder das Kiezfest im Quartier statt. Bei buntem Unterhaltungsprogramm, vielen verschiedenen Ständen unserer Akteurinnen und Akteure sowie reichlich Verpflegung war für alle Bewohnerinnen und Bewohner etwas geboten.

Foto: Selim Tóth

Verschiedenste Akteurinnen und Akteure waren auf dem Kiezfest vertreten: die Jugendberufsagentur, die Hilal Anar Familienlotsen, der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, die AWO pro:mensch, die Agrarbörse des Quartiers, der Elisabethstift, das Stadtteilzentrum Rollberge mit dem Ehrenamtsbüro, der TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V., die Gewobag und der Mieterbeirat, die Kita Waldshuter Zeile, die Grundschule in den Rollbergen mit ihrer Schulstation, das Jugendamt Reinickendorf, das Jugendzentrum Streethouse, das FACE Familienzentrum, die IntegrationslotsInnen Albatros, das Familienbüro Manege Berlin und JobIn.

Foto Selim Tóth

Bei den Ständen der Freiwilligen Feuerwehr, Manege und vielen weiteren gab es Unterhaltung für die kleinen Bewohnerinnen und Bewohner, bei der Jugendberufsagentur konnten sich die älteren über Zukunftsperspektiven informieren und auch an den weiteren Ständen gab es Spiel, Spaß und Informationen rund um alles im Quartier.

Foto: Selim Tóth

Außerdem war auch die Aktion Wohin Damit? beim Kiezfest dabei und klärte über einen klimaschonenden Umgang mit Abfall auf. Aber es gab nicht nur Dinge zu lernen, auch der Bezirksstadtrat Alexander Ewers (SPD) sowie Frau Krack vom Jugendamt und Frau Rabensdorf von der Gewobag waren zu Gast und verschiedene Künstlerinnen und Künstler sorgten für Unterhaltung, während am Grillstand alle Anwesenden versorgt wurden. Sängerinnen und die Band „Slickys“ sorgten für den musikalischen Teil des Tages, während eine Tanzgruppe das Publikum zum Bewegen animierte.

Foto: Maryann Gerach

Wir danken allen Akteurinnen und Akteuren, allen Gästen und allen Bewohnerinnen und Bewohnern fürs Dabeisein und freuen uns auf das nächste Kiezfest!

Vier Tage Sommer-Fahrrad-Action auf dem Poppeleplatz! 

Vom 09.08. – 12.08.2022 hieß es „zweirad fun“ mit einem tollen Geschicklichkeitsparcours auf dem Poppeleplatz.

Quelle: ZweiradFun

Vier Tage lang passte alles zusammen: Das Wetter spielte mit, die Betreuerinnen und Betreuer hatten gute Laune und die teilnehmenden Kinder der Nachbarschaft hatten eine Menge Spaß.

Quelle: ZweiradFun

Dazu gab es außerdem einen Besuch von Rollo mit einem aufregenden Trial-Biking-Workshop und das beliebte Slow-Biking-Rennen. Hier heißt es: Nicht die Schnellsten gewinnen, sondern die, die am langsamsten fahren – natürlich ohne die Füße abzusetzen.   

Quelle: ZweiradFun

Es waren schöne vier Fahrradtage für die Kinder aus dem Quartier und wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Offizieller Start von „Starke Mädchen im Kiez“

Hilal Anar, die Familienlotsin von Outlaw für die Region Märkisches Viertel, stellte Mitte Juni bei einem Infofest interessierten Mädchen und ihren Familien das Microprojekt „Starke Mädchen im Kiez“ vor. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Kollegin Isabell Schlechter, Familienlotsin von Outlaw für die Region Reinickendorf Nord, sowie von ihren Kooperationspartner:innen des Quartiersmanagements Titiseestraße, des FACE Familienzentrums und des Jugendtreffs STREETHOUSE.

v.l.nr.: Familienlotsin Hilal Anar, Dorothea Schmidt (FACE Familienzentrum: Arbeit mit Familien / Leitung Standort Rollberge), Felix Bergemann (QM Titiseestraße und Leitung FACE Familienzentrum)
Familienlotsinnen von Outlaw: Isabell Schlechter (Region Reinickendorf Nord) und Hilal Anar (Region Markisches Viertel)

Quirlige Stimmung herrschte vor dem Stand auf dem Poppeleplatz in Reinickendorf, an dem die Kindheitspädagogin nach Schulschluss in lockerer Atmosphäre informierte. Bei der Foto-Box-Aktion konnten die Mädchen mit einer Polaroid-/Sofortbildkamera zur Erinnerung Bilder machen und diese mit nach Hause nehmen. Außerdem hatte Hilal Anar Umschläge mit Flyern zum Projekt, allgemein zu den Familienlots:innen sowie ein Armband für jedes Mädchen vorbereitet. „Der erste Andrang war groß – allerdings auch von Jungs, die erst einmal nicht verstehen wollten, dass sich das Angebot nur an Mädchen richtet“, erinnert sich Hilal Anar. Das zeige umso mehr, wie wichtig so ein Projekt in dem Kiez sei! „Ich möchte mich für die Mädchen im Kiez einsetzen und sie dahingehend stärken, selbstbewusster für sich einzutreten. Beim Projekt stehen deshalb die Interessen der Mädchen im Vordergrund“, erläutert Hilal Anar weiter ihr Vorhaben.

Im Vorfeld hatte sie dazu bereits Fragebögen in der benachbarten Grundschule in den Rollbergen verteilt, die ihr nun als Basis für geplante Aktionen dienen. Auf dem Info-Fest gab sie einen Ausblick darauf, was die Mädchen erwartet: Sportliche Aktivitäten, Werkeln, Kochen, HipHop tanzen, Ausflüge machen… Ein erstes Kennenlernen untereinander bot bereits das Info-Fest, wo sich die Mädchen über die geplanten Aktivitäten sowie weitere Wünsche austauschten. Die Kontakt-Liste füllte sich schnell.

Ein paar Wochen später fand schließlich die erste Aktion im FACE Familienzentrum statt: Acht Mädchen kochten gemeinsam mit Hilal Anar Spaghetti mit Tomatensauce. „Das lief sehr gut ab. Die Mädchen haben sich eigenständig um die Aufgabenteilung gekümmert“, freut sich Hilal Anar und erzählt weiter: „Anschließend haben wir noch einige Spiele gespielt und uns gegenseitig kennengelernt. Zum Abschluss gab es ein Eis.“

Weitere Aktionen werden nach den Sommerferien folgen, Informationen werden hier veröffentlicht.

Das Infofest wurde gefördert über das Programm „Sozialer Zusammenhalt“

Dieser Artikel erschien im Original auf der Website der Outlaw gGmbH.

Aktionsfondstreffen

Würden Sie gern ein kleines Kiezfest organisieren, brauchen Fußbälle für ein Nachbarschaftsturnier oder wollen gerne eine bienenfreundliche Wiese anlegen? 

Auch in diesem Jahr bietet Ihnen der Aktionsfonds eine tolle Möglichkeit Ihre Ideen umzusetzen!

WAS IST DAS ZIEL DES FONDS?
Über die Finanzierung von Sachmitteln werden kurzfristige, schnell sichtbare Aktionen im Quartier möglich gemacht.

Welche Kriterien sollte das Projekt erfüllen?

  • Nutzen für die Nachbarschaft
  • Förderung der Eigenverantwortlichkeit und Selbsthilfe
  • Stärkung nachbarschaftlicher Kontakte
  • Belebung der Stadtteilkultur
  • Öffentliche Darstellung des Quartiers/Imageförderung
  • Klimaschutz

WIE FUNKTIONIERT DER AKTIONSFONDS?

  1. Teilen Sie uns Ihre Projektidee bis zum 01.09.2022 mit. Das QM-Team unterstützt Sie bei der Antragstellung.
  2. Die Aktionsfondsjury entscheidet über die Mittelvergabe.
  3. Maximal 1.500 Euro werden pro Aktion hauptsächlich für Sachmittel gezahlt.
  4. Los geht’s!

Den Antrag für die Aktion finden Sie hier

Alle Förderhinweise zur Durchführung der Aktion finden Sie hier

WER KANN DEN AKTIONSFONDS NUTZEN?
Bewohner*innen des Quartiers, die sich ehrenamtlich engagieren wollen und mindestens 16 Jahre alt sind, und Akteure vor Ort.

Sie möchten sich mit Ihrer Idee im Quartier engagieren oder haben noch weitere Fragen? 
Dann melden Sie sich gerne bei Eva Decker per E-mail an decker@qm-titiseestrasse.de oder telefonisch unter 0176.69640625.